Othmar Spann – Band 1-21 einzeln

Band 1-21 einzeln

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Band 1

Frühe Schriften in Auswahl

Dieser erste Band der Werkausgabe bietet einen Einblick in Spanns frühe Schaffensphase, der untrüglich bereits den schöpferisch originären Denker erkennen lässt.

Die hierin ausgewählten Schriften zeugen von eingehend theoretischer wie auch kritischer Befassung mit so umfassenden Themen wie „Wirtschaft und Gesellschaft“ bis hin zu sozialpolitischen Fragestellungen oder auch zu theoretisch spezifischeren Aspekten wie etwa der Preisbildung.

Band 2

Die Haupttheorien der Volkswirtschaftslehre auf lehrgeschichtlicher Grundlage

Mit insgesamt 28 Auflagen ist dieses Lehrbuch das wirtschaftswissenschaftlich verbreitetste Werk Spanns, erschienen auch englischer, italienischer, spanischer, schwedischer, japanischer und chinesischer Übersetzung.

Ausgehend von den Denkansätzen in der Antike über Merkantilismus und Physiokratie werden eingehender hierin sodann die individualistisch klassischen und neoklassischen sowie universalistisch geprägten Lehrgebäude mit deren wichtigsten Vertretern einschlägiger Würdigung bzw. Kritik unterzogen, jeweils auch im gegebenen geisteswissenschaftlich und gesellschaftlich relevanten Kontext.

Ein eigener Anhang, betitelt „Wie studiert man Volkswirtschaftslehre?“, versucht den Studierenden der Volkswirtschaft pädagogische Hilfestellung bzw. Anleitung zu vermitteln; eine Rarität in heute gängigen Lehrbüchern.

Band 3

Fundament der Volkswirtschaftslehre

Dieser Band repräsentiert das wirtschaftswissenschaftliche Grundlagenwerk Spanns, worin Fragen um Wesen der Wirtschaft bzw. des Wirtschaftens im Bezug auch zu anderen Wissenschaftsdisziplinen aufgeworfen und eingehender erörtert werden; Wesensfragen des Wirtschaftens nicht zuletzt auch im jeweils gesellschaftlichen Hinblick wie: Mittel, Ziele bzw. Zweck der Wirtschaft, Wert- und Preisbestimmung oder Rangbestimmtheit wirtschaftlichen Handelns.

Themen bzw. Fragestellungen, die nach wie vor von zeitloser Bedeutung sind, zugleich mit dem tiefer lotenden Anspruch, Wirtschaft bzw. Wirtschaften zu begreifen wiederum als dienenden Teilbereich der Gesellschaft.

Band 4

Gesellschaftslehre

Die „Gesellschaftslehre“ vermittelt systematisch wie methodisch den gewissermaßen geistigen Schlüssel zur Ganzheitslehre Spanns.

Ausgehend vom Gegensatz zwischen Individualismus und Universalismus, fußt ganzheitliche Sichtweise bzw. ganzheitliches Verfahren nach Spann niemals auf mechanisch geprägter Ursächlichkeit, vielmehr jeweils zielgerichtet auf innerem Sinn- bzw. Seinszusammenhang nach ganzheitlichem Verständnis.

Für Zugänge zu den sozialphilosophisch großen Fragen wie etwa „Gemeinschaft und Gesellschaft“, „Kultur und Zivilisation“ oder „Freiheit und Herrschaft“ bietet Spann in diesem Werk nach wie vor gültige Ansätze für geistig gesellschaftliche Standortbestimmung und Orientierung.

Band 5

Der wahre Staat

Der Titel dieses Bandes birgt in sich einen hohen Anspruch. Der Untertitel „Vorlesungen über Abbruch und Neubau der Gesellschaft“ konkretisiert Spanns Anliegen bzw. Forderung nach gesellschaftlich staatlicher Neuordnung und Gestaltung in Zeiten politischen Umbruches unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg.

Kein Werk Spanns hat mehr politischen Diskurs ausgelöst, keines wurde vielfach so verzerrt bis schlicht fälschlich ausgelegt und kommentiert. Begriffe wie „ständische Ordnung“, wie „Führer“ oder Spanns Kritik an bloß plebiszitär geprägter Demokratie boten sich denn auch förmlich an, ablehnend oder gar politisch missbräuchlich interpretiert zu werden.

Eine einfühlsam objektivierende Betrachtung angesichts zeitbedingter Gegebenheit rund um die Entstehung dieses Werkes findet sich im Nachwort dazu von Ferdinand A. Westphalen, die den Wesensgehalt verdeutlicht und so für inhaltliches Verständnis anempfohlen sei.

Band 6

Tote und lebendige Wissenschaft

In diesem Band mit dem Untertitel „Kleines Lehrbuch der Volkswirtschaft in fünf Abhandlungen“ stellt Spann die Begriffsgebäude individualistischer und universalistischer Lehre einander gegenüber unter spezifischer Herausstellung des ganzheitlichen Leistungsgedankens mit wirtschaftlich tragendem Anspruch.

Neben kritischer Erörterung von Phänomenen der Wirtschaft wie Tausch, Preis bzw. Preisbildung, Leistung und Wettbewerb aus jeweils ganzheitlicher Sicht, hält Spann – in bewusster Abkehr von ursächlich mechanistischer Auffassung – den Bereich der Wirtschaft vorrangig wie auch leistungstheoretisch begründet gemeinschaftlich bzw. gesellschaftlich verankert, heißt jeweils vom „Ganzen“ her bestimmt.

Das Nachwort hierzu von Walter Heinrich hilft, den Ganzheitszusammenhang dieses Bandes zu erfassen, mit Verweisen zugleich auf einschlägige weitere Bände der Gesamtausgabe mit entsprechenden Ausführungen, wie sie für ein umfassenderes Verständnis ganzheitlicher Wirtschaftsbetrachtung von Bedeutung sind.

Band 7

Kämpfende Wissenschaft

Dieser Band enthält gesammelte „Abhandlungen zur Volkswirtschaftslehre, Gesellschaftslehre und Philosophie“ mit Einzelabhandlungen bzw. Aufsätzen Spanns zu den genannten Themenbereichen.

Beiträge unter „Volkswirtschaftslehre“ verdeutlichen Spanns ganzheitlichen Zugang zu wirtschaftlichem Diskurs und Denken sowie damit einhergehenden Verfahrensfragen.

Beiträge über „Gesellschaftslehre“ vertiefen spezifischere Inhalte bzw. Aspekte der Ganzheitslehre mit einhergehenden methodischen Grundfragen ganzheitlichen Verfahrens generell.

Beiträge im dritten Abschnitt zur „Philosophie“ weisen auf inhaltliche Querverbindungen zu einschlägigen Werken Spanns wie z.B. Gesellschafts-, Geschichts-, Natur-, Religions- oder Kunstphilosophie bis zur Religionssoziologie.

Insgesamt zeugt dieser Band von einer geradezu frappant wissenschaftlichen wie philosophischen Bandbreite in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen, die streckenweise auch zukunftsweisende Ausblicke auf gewisse Fortentwicklung in ausgewählten Wissensbereichen gewähren.

Band 8

Kleine Schriften

Der Titel dieses Bandes täuscht eher, denn „klein“ sind darin enthaltene Schriften lediglich relativ zum Umfang der größeren Werke Spanns, nicht jedoch hinsichtlich ihres Gehalts bzw. Anspruchs.

Vom Wesen des Volkstums über Volkwirtschafts- und Gesellschaftslehre bis zur Religionssoziologie spannt sich hierin der inhaltliche Bogen mit vertiefenden Betrachtungen zu Individualismus und Kollektivismus als „Kinder eines Stammes“ gegenüber Universalismus.

Geradezu Lehrbeispiele für jeweils akademisch maßvoll geführten, zugleich jedoch fundierten Diskurs in durchaus politischer Auseinandersetzung vermitteln jene Beiträge in dem Band, worin Spann auf Kritik seiner Gegner von äußerst rechts bis weit links repliziert.

Band 9

Kategorienlehre

Mit diesem seinem philosophisch verfahrenstheoretischen Hauptwerk weist Spann schlüssig nach, dass den Grundkategorien der Ganzheitslehre – Ganzheit, Ausgliederung, Rückverbundenheit und Umgliederung – zuvorderst in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften unzweifelhafte Gültigkeit zukommt.

Auch in den Naturwissenschaften hat sich eine rein ursächlich mechanistische Auffassung bzw. Verfahrensweise in gewissem Grade mittlerweile relativiert, was Spanns frühen Ansatz im Rückblick umso bedeutsamer erscheinen lässt.

„Alles was ist, besteht als Glied eines Ganzen“. Dieser ganzheitliche Grundsatz findet sich in diesem Band anhand einschlägiger Lehrsätze und Begriffe vertieft und systematisch durchgebildet. Dies erschließt sich zunächst nicht als selbstverständlich, wer sich jedoch näher damit befasst, erfährt neue bzw. vertiefende Einblicke, um Welt und Wirklichkeit zu erkennen.

Band 10

Schöpfungsgang des Geistes

Ganz bewusst hineingestellt in den großen Bogen der abendländischen Tradition idealistischer Philosophie sieht sich Spann mit dem „Schöpfungsgang“ als sein geisteswissenschaftliches Hauptwerk.

Vornehm sich zurücknehmend bemerkt er dazu: „Es gibt … keine neue Grundwahrheit in der Geschichte der Philosophie. Was wir vermögen, ist lediglich, die alten Wahrheiten so auszusprechen, wie sie aus den von uns und unserer Zeit eigenen Aufgaben und Fragen, aus den uns in jeder Zeit allein eigenen Vordersätzen und geschichtlichen Lebenslagen folgen.“

Dieses selbstbescheidende Einfügen in die große Tradition abendländischen Denkens verdeutlicht zugleich die Größe der schöpferischen Leistung Spanns, indem er in diesem Band auch auf den unverlierbar ganzheitlichen Anspruch der „Kategorienlehre“ verweist.

Band 11

Gesellschaftsphilosophie

„Metaphysik ist der Anfang, Gesellschaftsphilosophie die Vollendung der Philosophie. Geisteswissenschaften bewegen sich auf hoher Stufe, wenn sie von der Philosophie aus begründet werden, sie verfallen, wenn sie diese Grundlage verlieren“

Davon ausgehend begründet Spann seine „Gesellschaftsphilosophie“ im Blick auf deren geistesgeschichtliche Entwicklung von Platon über Thomas von Aquin bis hin zum Deutschen Idealismus mit Hegel, Fichte, Schelling u.a. Damit einhergehend werden in sozialphilosophischer Auseinandersetzung mit Individualismus gegenüber Universalismus zugleich Grundfragen wie

„Wollen und Handeln“, „Freiheit des Geistes“, „Verhältnis von Religion, Wissenschaft und Kunst“, „Sein und Sollen“ eingehend erörtert.

Der Band klingt aus in einem Anhang über „Die philosophischen Voraussetzungen der Volkswirtschaftslehre“ mit einer an sich zeitlosen Betrachtung Spanns, deren Thematik heute zunehmend wieder erkannt wird.

Band 12

Geschichtsphilosophie

„Es ist der größte Irrtum zu meinen, daß die Vergangenheit nicht mehr wäre. Die Vergangenheit besteht …; und daß sie das tut, darauf allein beruht Geschichte“.

Spann sieht demnach „Geschichte als Gegenwart des Vergangenen“; kein Philosoph neuerer Zeit hat eine tiefschürfendere Deutung der metaphysischen Wurzeln von Geschichte unternommen als Spann. Er setzt so der Hegelschen Dialektik von Geschichte seine – letztlich heilsgeschichtlich angelegte – Philosophie der Geschichte als „Umgliederung der geistigen und gesellschaftlichen Ganzheiten der Menschheit“ entgegen, mit zugleich systematisch entwickelten Kategorien des Geschichtlichen.

Wenn im Gegensatz zum kürzlich noch prophezeiten „Ende der Geschichte“ heutzutage immer schnellerer und weitreichenderer Wandel zu erkennen ist, so erscheint die Befassung mit den grundlegenderen, wohl auch philosophischen Fragen zur Geschichte drängender denn je.

Band 13

Philosophenspiegel

Wie in anderen Bereichen bewegte Spann die Frage von Einheit und Vielfalt auch in der Philosophie. Ausgehend von unterschiedlichen Strömungen bzw. geistigen Positionen wie Idealismus oder Empirismus, werden in diesem Band gemäß Untertitel „Die Hauptlehren der Philosophie begrifflich und geschichtlich dargestellt“.

Der „Philosophenspiegel“ weist allerdings über eine bloße Darstellung unterschiedlicher philosophischer Lehrmeinungen weit hinaus; Spann geht es vielmehr um Befassung mit der inneren Einheit der Philosophie mit ihren je aufgeworfenen aktuellen Grundfragen und Denkaufgaben sowie ihren jeweils geschichtlichen Bedingtheiten.

Spann dringt dabei in Bereiche von Eingebung zu unterschiedlich philosophischen Positionen vor wie methodologisch und systematisch fundiert vordem kaum noch erfasst wurden.

Band 14

Erkenne Dich selbst

„Eine Geistesphilosophie als Lehre vom Menschen und seiner Weltstellung“, so der inhaltlich konkretisierende Untertitel zu dem Band. Das mag etwas abgehoben anmuten, die darin aufgeworfenen Fragestellungen sind jedoch aktueller und brisanter denn je.

Wenn heute in so manchen naturwissenschaftlichen Betrachtungen die Dominanz physikalisch-chemischer Vorgänge gegenüber menschlich geistigen Leistungen postuliert wird, setzt Spann dem entgegen: „Die geistigen Erscheinungen sind nicht als Naturerscheinungen aufzufassen.“

Im Hinblick möglicher Überwölbung erkenntnistheoretischer Gegensätze auf Grundlage ganzheitlichen Verfahrens weist Spann beispielhaft auf nahöstliche Überlieferung „wo das Uralte und das Ganzneue, wo alte Hochkultur und neulebendiger Islam …“ aufeinandertreffen; eine Einsicht, die angesichts aktueller Konfliktsituationen angetan sein mag, sich damit als Forderung an uns selbst bewusster auseinander zu setzen.

Band 15

Naturphilosophie

Dieses Werk entstand im Bestreben, der vorherrschenden mechanistisch atomistischen Auffassung über „Natur“ eine ganzheitlich philosophische Betrachtungsweise entgegenzustellen.

Die Bedeutung mechanistisch geprägter Naturwissenschaften wird dabei keineswegs gering geachtet, Spann stellt sich jedoch gegen eine Sicht von Natur als Inbegriff blind mechanischer Notwendigkeiten; vielmehr erhebt er den Anspruch, Natur gleichwohl mit in ihren Einzelerscheinungen, zugleich jedoch in ihrer ganzheitlich sich darlebenden Einheit zu begreifen.

Entwicklungen in der Physik seit Erscheinen dieses Bandes (1937) rechtfertigen die Sichtweise Spanns heute in einer Weise, wie er wohl selbst anzunehmen wagte; somit erscheint denn seine Naturphilosophie in ihrem umfassenden Ansatz heute zeitgemäßer als zur Zeit ihres Entstehens.

Band 16

Religionsphilosophie

In diesem Werk – mit vollem Titel „…auf geschichtlicher Grundlage“ – unternimmt Spann den mutigen Versuch, eine Art Kategorienlehre als Lehre von den Urbegriffen alles Religiösen zu entwerfen.

Jeglichen positivistischen bzw. spiritualistischen Auffassungen stellt Spann als grundlegenden Ansatz oder auch als Quelle aller Religionen das Gottesbewusstsein entgegen: zunächst  in Form der Magie als den Menschen zum Übersinnlichen führend; sodann in Form der Magie wie sie u.a. im Wunder sich darstellt; schließlich in Form der Offenbarung undurchdringliches und somit unerforschliches Geheimnis.

Darauf fußend, werden die vielfältigen Erscheinungsformen des Religiösen in ihrem je auch geschichtlichen Zusammenhang eingehender beleuchtet. Im Lichte dessen, was im Namen oder unter Vorwand von „Religion“ heutzutage geschieht, erscheint eine Befassung mit in diesem Band aufgezeigten, ganzheitlich übergreifenden Grundlagen eine nachgerade essenzielle Herausforderung.

Im Betreuernachwort zu dem Band gibt Walter Heinrich einführende Hilfestellung für die inhaltlich zweifelsohne anspruchsvolle Lektüre.

Band 17

Ganzheitliche Logik

„Es gehört zum Höchsten, was dem Menschen beschieden ist, den Geist im Glanze seiner Selbstmacht, im Denken, zu betrachten.“ Mit diesem Anspruch entwickelt seine Logik als „Eine Grundlegung“. Aus dem Nachlass herausgebracht von Walter Heinrich, stellt sie gewissermaßen eine Abrundung zu Spanns sonstigen verfahrenstheoretischen Arbeiten dar, insbesondere etwa zur Kategorienlehre.

Logik gliedert demnach in drei zentrale Aspekte: in ihre Grundlegung; in die Lehre vom Begriff, Urteil und Schluss; schließlich in die Verfahrenslehre. Kritisch bis ablehnend erachtet Spann Verfahren bzw. Auffassungen, bei denen Gegenstand und Gedanke, Sein und Denken nicht vereint, sondern getrennt gedacht werden; denn aus ganzheitlicher Sicht steht das Denken stets untrennbar mit dem Wesen des Seins in Verbindung, muss so letztlich einen geistursprünglichen (göttlichen) Bezug erkennen lassen, darf ihn jedenfalls nicht ausschließen.

Band 18

Meister Eckeharts mystische Philosophie

Was vermag ein Mystiker des 13. Jahrhunderts oder Mystik als solche uns heute noch zu sagen?

Für Antworten darauf bietet dieses, in den späteren Lebensjahren Spanns vollendete Werk einen neuzeitlichen Zugang.

Beschäftigung mit den Schriften Eckeharts begleitete Spanns Schaffen von früh an mit dahingehenden Bezügen u.a. in den „Haupttheorien der Volkswirtschaftslehre“, in „Gesellschaftslehre“ bzw. „Gesellschaftsphilosophie“, im „Schöpfungsgang des Geistes“ sowie in Geschichts-, Natur- und naturgemäß in der Religionsphilosophie.

Das Werk ist eine Wegweisung hin zu Eckeharts Philosophie als „im Zusammenhang ihrer Lehrbegriffe dargestellt“. In seinem einfühlsam aufschlussreichen Betreuernachwort zu dem Band versteht es Otto Karrer, den Stellenwert philosophischen Anspruchs bei Meister Eckehart in Verknüpfung mit dem Werk Spanns einprägsam herauszuarbeiten.

Band 19

Kunstphilosophie

Kann sich Kunst bzw. Kunstphilosophie – im Zeitalter der Verherrlichung des Hässlichen – heute noch mit dem „Begriff des Schönen“ identifizieren oder damit auseinandersetzen?

Spann unterzieht sich dieser Herausforderung in diesem Band ganz bewusst, indem er Aspekte bzw. Begriffe wie künstlerische Eingebung, Gestalt und Gestaltung, Fragen vom Verhältnis des Schönen zum Nützlichen, zum Wahren und Guten bis hin zum Heiligen in der Kunst thematisiert und sozusagen wiederbelebt.

Angesicht heutzutage weithin vertretener Beliebigkeit im modernen Kunstbetrieb fordert solche Auffassung geradezu den Widerspruch anders geartet bzw. gängiger Zugänge zu „moderner“ Kunst in all ihren Erscheinungsformen bzw. deren Bewertung.

Unbeschadet jedoch vorherrschender Einschätzung zeitgebundener Strömungen oder Ausprägungen in der Kunst, bleibt Spanns Bestreben einer ganzheitlich grundlegenden Durchdringung dessen, was Kunst letztlich im Leben des Menschen oder für die Gesellschaft ausmacht, ein Anliegen von wohl zeitloser Tragweite.

Denn, wie Rolf Amtmann in seinem Nachwort zu dem Band bemerkt: „Kunst ist eine Lebensmacht! Kunst ist Lebensgestaltung … denn Kunst ist die Mitte des Lebens!“.

Band 20

Gespräch über Unsterblichkeit

Eine Art Sonderstellung im Gesamtwerk Spanns nimmt dieses Gespräch als „Betrachtung zweier Krieger im Felde“ ein, sowohl seiner –  frühen – Entstehung nach (zweifellos geprägt von Erlebnissen noch im Ersten Weltkrieg), als auch inhaltlich gesehen.

In prekärer Lebenslage unterhalten sich zwei Kriegskameraden mit Fragen über die „Letzten Dinge“ im Dialog, der an Sokrates bzw. Platon angelehnt. Der eine von den Beiden vertritt das naturwissenschaftliche Weltbild, wonach alles Sein naturgesetzlich bestimmt ist und somit Unsterblichkeit sich folgerichtig ausschließt; demgegenüber argumentiert nun der Andere, dass der Mensch nicht nur der Naturordnung unterworfen, sondern ganz wesentlich auch der Geistesordnung, wofür Unsterblichkeit geradezu eine Voraussetzung bzw. Forderung. Unschwer zu erraten hieraus, welcher Auffassung Spann in diesem Dialog wohl zuneigen mag.

Unmittelbare wie zugleich systematisch vertiefende Bezüge zu den in diesem „Gespräch“ vertretenen Anschauungen bzw. Gedanken über das Wesen menschlichen Geistes finden sich u.a.in „Gesellschaftslehre“, „Gesellschaftsphilosophie“, „Erkenne Dich selbst“, weiters in der „Kategorienlehre“ wie auch im „Schöpfungsgang des Geistes“ und in der „Religionsphilosophie“.

Band 21

Othmar Spann Leben und Werk – ein Gedenkband

Dieser Band als zugleich Schlussband der Werkausgabe Spanns ist bewusst gestaltet als Abrundung des Gesamtwerkes in Form einer Zusammenschau von Leben, Werk und Wirken Spanns und bietet so eine Art aufbereitende Synopsis für den Zugang zum Werk Spanns wie damit zur „Ganzheitslehre“ als solcher.

Nach einer Einführung in Leben und Lebenswerk Spanns durch seinen engsten Schüler Walter Heinrich, werden in der Folge die zentralen Hauptgebiete der Ganzheitslehre – Philosophie ,,Kategorienlehre mit Logik und Verfahren, Religionsphilosophie einschließlich Mystik, Natur-sowie Kunstphilosophie bis hin zur Wirtschaftslehre – jeweils durch ausgewiesene Autoren aus der ganzheitlichen Schule – überblicksmäßig dargestellt.

Auf ca. 400 Seiten erschließt sich in diesem Band somit der Kosmos eines rund 10.000 Seiten umfassenden Gesamtwerks, das in seiner Fülle und inhaltlichen Tiefe seinesgleichen sucht.

Wir sind bestrebt, die Online-Version der Othmar Spann Gesamtausgabe von Ansicht, Schrift- und Textbild sowie Seitenspiegel so nahe wie möglich an der Druckausgabe zu gestalten.

Wir bitten um Verständnis, dass, bedingt durch Software und technische Voraussetzungen, leichte Abweichungen bei Satzbild, Sperrdruck, bei Sonderzeichen, Akzenten und Verweisen nicht vermeidbar sind.